CDU-Fraktion steht zum E-Bus

Die CDU-Fraktion steht auch weiter zu dem Beschluss, einen E-Bus für Bingen anzuschaffen und so einen großen Schritt in die Richtung nachhaltiger öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) zu gehen.

„Auch wenn die Koalition nicht mehr besteht, bleiben wir ein politischer Partner, der zu seinem Wort steht“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Stein.

Leider ist der E-Bus aktuell noch nicht einsatzbereit. Im Rahmen einer Probefahrt im September letzten Jahres wurden durch Fachleute der Stadtwerke Bingen eklatante technische Mängel am Fahrzeug festgestellt und in einem Gutachten entsprechend festgehalten. „Wir danken den Mitarbeitern der Stadtwerke und der Werkleitung, dass mit dem Hersteller mittlerweile eine gemeinsame Lösung gefunden wurde,“ so der Sprecher des Werksausschusses, Uwe Schmitt.

Das war nicht immer so. Die Einigung mit dem Hersteller auf die vollumfängliche Behebung der gutachterlich festgestellten Mängel, erfolgte Mitte Oktober. „Wir bringen das Thema E-Bus insofern regelmäßig im Stadtrat und im Ausschuss auf das Tableau. So bleiben alle Fraktionen auf Stand. Wenn der Bus eingesetzt wird, sollte er schließlich auch sicher funktionieren“, so Stein.

Voll an der Realität vorbei

Erstaunlich für die Mitglieder der CDU-Fraktion ist jedoch, wie der grüne Beigeordnete Jens Voll die festgestellten Mängel vor der Einigung mit dem Hersteller der Öffentlichkeit verkaufen wollte. Bereits am 10.10.2018 konnten ihn interessierte Bürger im SWR hören, wie er die Mängel aus dem Gutachten der Binger Fachleute als „kleinere Mängel, die jeden Tag zu beheben“ seien bezeichnete und weiter schwadronierte, dass zur technischen Freigabe schlussendlich nur „Software, die neu aufgespielt werden müsse“, fehle.


Der Gutachter der Stadtwerke indes formulieren diese Mängel bereits knapp neun Tage vorher etwas anders. „Einige gravierende Mängel aus dem Hauptgutachten wurden nur teilweise oder einfach gar nicht behoben. Im Dachbereich wurde nichts getan, gleiches gilt für den Unterbodenbereich. So wie oben beschrieben, setzt sich das ganze Nachgutachten fort, zumal noch der E-KOM während der Probefahrt stromlos liegen blieb. In gleicher Angelegenheit und des Kauffortschrittes/Kaufvertrag, oder bei mündlichen/schriftlichen Zusagen, empfehlen wir Ihnen, dringend sich anwaltlich beraten zu lassen. Ferner wird der Hersteller/Werk die Auslieferung eines mängelfreien Fahrzeuges vermutlichen nicht realisieren, zudem die Zusicherung einer einwandfreien Mängelnachbesserung durch das Werk nicht überzeugt haben.“

Pikant ist, dass das Gutachten Herrn Voll zum Zeitpunkt seines Interviews bekannt gewesen sein musste. Schließlich ist dieses auf den 01.10.2018 datiert. Fraglich ist also, ob Herr Voll die Bürger bewusst täuschen wollte oder nur nicht in der Lage ist, einfache Textpassagen zu verstehen. „Ich bin gerne bereit, Herrn Voll die für politisches Wirken notwendige Lesekompetenz und die Grundsätze einfacher Textinterpretation zu vermitteln. Er weiß ja, wie er mich erreichen kann,“ so Stein.

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